Blog-Diskussionen

Atheismus und Christentum

Ausgangstext 16.06.2018: https://blog.wolfgangfenske.de/2018/06/16/drei-vier-arten-von-religiositaet/

Drei/ vier Arten von Religiosität - von Wolfgang Fenske
Veröffentlicht am 16. Juni 2018

Dieser Beitrag sieht drei Arten von Religiosität:

additive (Religion kommt zum Alltagsleben hinzu), selektive (aus Religionen wird von dem Individuum Passendes herausgenommen), prinzipielle (Religion als Grundlage des Lebens) Religiosität https://allocath.blogspot.com/2018/06/drei-arten-von-religiositat.html

Dann würde ich spontan noch eine „unabsichtliche“ Religiosität hinzufügen: Menschen, die nicht religiös sein wollen und Religion ablehnen, aber dennoch religiöse Züge haben / religiös sind.

 

Diskussionsfaden
5 Kommentare/ Antworten

 

Holger Gronwaldt
16. Juni 2018 um 19:02 Uhr

Aus Ihrem Link:

Doch wenn es die wahre, die christliche Religion ist, hat diese Religiosität einen Vorteil: sie führt zum Heil.
Und schon in dieser Welt führt sie dazu, daß der Mensch im Einklang mit dem eigenen Wesen ist, wie es Gott geschaffen hat, und daß er seinem Schöpfer verbunden ist.

Der erste Satz ist eine starke Behauptung für die es leider nicht die Spur eines Beleges gibt.
Der zweite Satz ist nichts weiter als illusorisches Wunschdenken, das zudem
1. auf einer falsifizierten Annahme beruht (ein „Gott hat den Menschen geschaffen“, wo wir doch Produkt der Evolution ohne jedes (erkennbares) Zutun eines Gottes sind.
2. es so gut wie unmöglich sein dürfte, zu definieren, was es heißt, dass ein „Mensch im Einklang mit dem eigenen Wesen ist“.

(Habe denselben Kommentar bei „allocath“ unter den Artikel gesetzt. Ich bezweifle allerdings, dass der freigegeben wird. Mal sehen!)

 

Wolfgang Fenske
23. Juni 2018 um 8:58 Uhr

Was soll ich jetzt dazu sagen. Darüber diskutieren wir ja seit Oktober. Wer sieht was, warum, was heißt Beleg, was ist Interpretation…. Und: Es mag unmöglich sein zu definieren, was es heißt, wenn ein Mensch im Einklang mit dem eigenen Wesen ist – und? Wenn ein Christ sich aus seinem Glauben entsprechend fühlt, es weiß, dann ist dem so. Andere mögen anderes entsprechend oder ähnlich oder anders interpretieren. Als Glaubender kann ich das sehr gut nachvollziehen.

 

Holger Gronwaldt
23. Juni 2018 um 12:28 Uhr

Es mag unmöglich sein zu definieren, was es heißt, wenn ein Mensch im Einklang mit dem eigenen Wesen ist – und?

Ein Punkt meiner Kritik an theologischen Texten ist, dass diese häufig in Wortgeklingel ausarten. Da werden scheinbar anspruchsvolle Sätze formuliert, aber wenn man sich die kleine Mühe macht, den Inhalt zu hinterfragen, stellt man fest, dass es in Wirklichkeit nur heiße Luft ist, ziemlich sinnfreies Geplärre ohne Hand und Fuß. Obiger Satz ist ein gutes Beispiel dafür. Bezeichnend ja auch, dass mein Kommentar dort nicht veröffentlicht wird. Ist wohl zu entlarvend.

Was insbesondere viele Katholiken „auszeichnet“, ist ihre unredliche Art des Vorgehens:
Wenn jemand einen log einrichtet, der eine Kommentarfunktion enthält, dann ist es extrem unehrlich, eingesandte Kommentare gar nicht erst zu veröffentlichen, nur weil sie die eigene Meinung und Behauptungen nicht so gut dastehen lassen.

Wer ehrlich um einen Dialog bemüht ist – auch wenn dabei manchmal die Fetzen fliegen – verhält sich anders, wie z. B. Sie!
Ich bin wirklich angenehm überrascht, mit welcher Geduld Sie meine mitunter scharfen Angriffe über sich ergehen lassen. Danke dafür!

 

Wolfgang Fenske
25. Juni 2018 um 9:12 Uhr

Es gibt Insider-Sprache. Da muss man nicht begründen, weil alle Insider sie verstehen. Andere mögen es für Wortgeklingel halten, aber die Insider wissen, was gemeint ist – was den Glauben betrifft: Wissen (!), was gemeint ist, weil sie entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Viele meiner Eingangsblog-Texte sprechen Insider an. Sie helfen ihnen im Leben weiter, geben Orientierung. Das Problem ist jedoch immer: Wie kann ich die Insider-Sprache für andere öffnen. Das betrifft aber nicht nur Glaubende. Neulich las ich irgendwo, dass Mathematiker das Problem haben, das, was sie errechnet haben und somit klar auf der Hand liegt, zu kommunizieren – sobald es in Worte gefasst wird, wird es angreifbar. Man kann dann freilich sagen: Mathematik kann man erlernen, somit nachvollziehen. Das kann man auch wiederum so pauschal nicht sagen, weil sie eben bis zu einer bestimmten Ausdifferenzierung eines ganz besonderen begabten Gehirns benötigt. Glauben kann man auch lernen – zumindest ansatzweise – indem man sich für Gott öffnet. Beides kann lang dauern – oder der Erfolg kann zumindest bei der Mathematik ausbleiben. Das Letztgenannte kann ich auf der Ebene des Glaubens freilich nicht sehen: Wer sich für Gott öffnet, dem zeigt sich Gott – und sei es beim letzten Atemzug.

*

Zum letzten Aspekt: Ich fühle mich gebauchpinselt. 🙂

 

Holger Gronwaldt
25. Juni 2018 um 12:13 Uhr

Zum letzten Aspekt: Ich fühle mich gebauchpinselt.

Das sollten Sie nicht, denn ich wollte Ihnen nicht schmeicheln, sondern nur meine ehrliche Meinung zum Ausdruck bringen. Ich habe einiges an Erfahrung, was esoterische, religiöse und klimaleugnerische Blogs betrifft. Da trifft man nur selten auf Blogmaster, die nicht zensieren und ihnen nicht genehme Posts einfach kommentarlos löschen. „allocath“ ist ja auch ein Beispiel dafür.
Das ist bei Ihnen grundlegend anders. Und das erkenne ich ausdrücklich an!

Zum Inhalt später mehr, da ich im Moment eine Terminarbeit zu Ende bringen muss.

Original-Blog: http://blog.wolfgangfenske.de

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